
Kernpunkte
- In einer Rohbaufläche (IT4 CORE oder IT5 SHELL) verlegen Sie die digitale Infrastruktur weitgehend selbst.
- Das gibt Ihnen die Freiheit, genau das einzurichten, was Sie brauchen — und es kostet Geld, das in Ihr Budget gehört.
- Prüfen Sie vor der Unterschrift die Verfügbarkeit von Glasfaser, die Zahl der Anbieter und die Möglichkeit zur Redundanz.
- Standardmietverträge regeln IT-Infrastruktur nicht ausdrücklich; halten Sie entsprechende Vereinbarungen explizit fest.
- Das IT-Label der Immobilie liefert Ihnen diese Information vorab statt nach dem Umzug.
Rohbau heißt: Sie bauen selbst aus
Beim Anmieten einer Rohbaufläche achten die meisten Unternehmer auf Lage, Erreichbarkeit, Energieausweis und Nachhaltigkeit. Verständlich — das sind Faktoren, die unmittelbar mitspielen. Die digitale Infrastruktur bleibt dabei oft außen vor, obwohl gerade dort bei einer Rohbauübergabe die größte Eigeninvestition liegt.
Eine Rohbauübergabe bedeutet per Definition, dass das Gebäude die Grundlage stellt und Sie den Rest. Das ist kein Mangel der Immobilie; es ist die Vereinbarung. Die Frage ist nur, ob Sie wissen, was diese Vereinbarung konkret umfasst, bevor Sie unterschreiben.

Was ein IT4 CORE oder IT5 SHELL über eine Rohbaufläche aussagt
Diese Klassifizierungen beschreiben eine Immobilie mit Basis-Internetanschluss, Standardverkabelung, begrenzter Redundanz und wenig oder keiner Notstromversorgung. Für viele Nutzer ist das in Ordnung. Für eine Organisation, die auf Echtzeitdaten läuft, bedeutet es, dass Arbeit ansteht.
Diese Arbeit lässt sich kalkulieren. Denken Sie an das Verlegen eines Glasfaseranschlusses, das Ziehen von Verkabelung, die Einrichtung eines Technikraums und den Aufbau der Netzsicherheit. Je nach Immobilie und Anforderungen summiert sich das auf einen erheblichen Betrag — einen Betrag, der in den Vergleich zwischen Immobilien gehört, neben die Miete.
Was Sie vor der Unterschrift wissen wollen
Liegt Glasfaser bis ins Gebäude oder nur bis zur Straße? Dieser Unterschied kann Monate und einen erheblichen Betrag ausmachen. Wie viele Anbieter können die Immobilie tatsächlich versorgen — einer oder mehrere? Gibt es eine zweite, physisch getrennte Route zum Gebäude, oder kommt alles über denselben Weg herein? In welchem Zustand sind die Steigleitungen, und ist Platz für Ihre eigene Verkabelung? Und gibt es einen Technikraum, den Sie nutzen dürfen, mit ausreichender Kühlung und Stromversorgung?
Das sind keine exotischen Fragen, aber sie werden bei einer Besichtigung selten gestellt. Ein IT-Label beantwortet sie, bevor Sie danach fragen müssen. Mehr über Glasfaser und was ihr Vorhandensein bedeutet.

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IT-Label anfragenHalten Sie es im Vertrag fest
Standardmietverträge regeln IT-Infrastruktur nicht ausdrücklich. Dadurch bleibt unbesprochen, wer für die Verlegung verantwortlich ist, wer für die Wartung, und was am Ende der Laufzeit mit Ihrer Investition geschieht.
Das lässt sich lösen, indem man es explizit macht: welche Einrichtungen der Vermieter stellt, welche Sie selbst verlegen, ob Sie diese beim Auszug mitnehmen dürfen und wer das Risiko bei einem Ausfall der Verbindung trägt. Das IT-Label der Immobilie gibt Ihnen die sachliche Grundlage für dieses Gespräch.
Eine Rohbaufläche ist keine schlechte Fläche. Es ist eine Fläche, bei der die digitale Rechnung bei Ihnen liegt — und das ist in Ordnung, solange Sie es vor der Unterschrift wissen.
Die Freiheit, die dem gegenübersteht
Es gibt eine Kehrseite, die oft unerwähnt bleibt. Wer selbst ausbaut, baut aus, was er braucht. Keine Zahlung für Redundanz, die der Betrieb nicht verlangt, kein Kompromiss mit einer bestehenden Anlage, und ein Netz, das für Ihre Arbeitsweise ausgelegt ist.
Für viele Organisationen ist eine Rohbaufläche mit gut geprüfter digitaler Grundlage daher eine bewusste Entscheidung, kein Notbehelf. Mehr über die Verteilung der Verantwortlichkeiten zwischen Vermieter und Mieter.

Lassen Sie es unabhängig feststellen
Wer Sicherheit darüber möchte, was eine Immobilie digital bietet, kann sie von einem IT-Label Certified Partner beurteilen lassen. Dieser stellt fest, was vorhanden ist und was nötig wäre — unabhängig vom Vermieter und von dem Anbieter, der die Installation später ausführen könnte.
Das kostet vorab Zeit und erspart später Diskussionen. Nehmen Sie Kontakt auf, wenn Sie wissen möchten, was dazugehört.


