
Smart Building: Es geht um das Zusammenspiel
Einzelne intelligente Systeme machen ein Gebäude noch nicht smart. Der Unterschied liegt darin, ob sie voneinander wissen.
Was ein Smart Building ist
Ein Smart Building ist ein Gebäude, in dem die Anlagen nicht nur bedient werden, sondern messen, zurückmelden und aufeinander reagieren. Die Klimaanlage weiß, dass ein Raum belegt ist. Die Beleuchtung weiß, dass Wochenende ist. Die Zutrittskontrolle weiß, wer erwartet wird.
Das erfordert mehr als intelligente Geräte. Es erfordert ein Netzwerk, an dem sie alle hängen, und eine Art und Weise, wie sie miteinander kommunizieren. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem Gebäude mit intelligenten Komponenten und einem integrierten Gebäude.
Was das IT-Label darunter versteht
Klimaanlagen
Intelligente Steuerung auf Basis von Belegung und Nutzung statt eines festen Zeitplans.
Zutrittskontrolle
Wer darf wo hinein, und wie wird das verwaltet, wenn jemand ausscheidet?
Kameraüberwachung
Vorhanden, funktionsfähig, und mit klaren Vereinbarungen darüber, wer die Aufnahmen sieht.
Besucherregistrierung
Von der Anmeldung bis zum Zutrittsausweis, vorzugsweise ohne Papierzwischenschritt.
Reservierungssysteme
Besprechungsräume und Arbeitsplätze, gekoppelt an das, was tatsächlich genutzt wird.
Gebäudeleitsysteme
Das System, das den Überblick behält, und an das die anderen Systeme angeschlossen sind.
Integration ist der entscheidende Punkt
Sechs Systeme, die unabhängig voneinander laufen, bedeuten sechs Verwaltungsparteien, sechs Passwörter und sechs Stellen, an denen etwas schiefgehen kann. Das IT-Label prüft deshalb nicht nur, ob Einrichtungen vorhanden sind, sondern auch, ob sie zusammenarbeiten. Genau darin unterscheidet sich IT1+ PREMIUM von IT1 HIGH PERFORMANCE.
Die neue Generation von Einrichtungen
Neben den klassischen Gebäudesystemen kommt eine Schicht hinzu, die es bis vor Kurzem nicht gab: intelligentes Parkraummanagement, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, Community- und Gebäude-Apps sowie die Integration dazwischen.
Für Wohnkomplexe und Bürogebäude verschiebt sich das vom netten Extra zur Erwartung, und das IT-Label bezieht es deshalb in die Bewertung ein.
Smart bedeutet auch: angreifbar
Jedes System, das am Netzwerk hängt, vergrößert die Fläche, über die ein Gebäude angegriffen werden kann. Ein smartes Gebäude ohne gute Absicherung ist ein Risiko statt einer Einrichtung. Siehe Cybersicherheit in Immobilien.
Wie smart ist Ihr Gebäude wirklich?
Das Audit bewertet nicht nur das Vorhandensein von Systemen, sondern auch deren Integration.
So funktioniert das AuditVerwandte Informationen
Wissensdatenbank
Hintergrundwissen zu den Bereichen, die das IT-Label bewertet: von Glasfaser und WiFi-Abdeckung bis Smart Building und Cybersicherheit.
KI und Immobilien
Das schnelle Wachstum von KI und Datenverarbeitung erhöht die Netzwerkbelastung. Was das für die digitale Infrastruktur von Gewerbeimmobilien bedeutet.
WiFi-Abdeckung
Abdeckung und Kapazität sind zwei verschiedene Dinge, und beide bestimmen, ob WiFi in der Praxis nutzbar ist. Wie das IT-Label WiFi bewertet.
5G und Immobilien
Mobilfunknetze werden schneller, ersetzen aber nicht die feste Infrastruktur eines Gebäudes. Was 5G für Gewerbeimmobilien bedeutet.