
Glasfaser: die Basis jedes höheren Ausbaustandards
Fast jede Frage zur digitalen Qualität eines Gebäudes beginnt bei derselben: Liegt Glasfaser, und bis wohin?
Warum Glasfaser
Glasfaser überträgt Daten als Licht statt als elektrisches Signal über Kupfer. Das bringt zwei Eigenschaften mit sich, die für ein Gebäude wichtig sind: Es kann deutlich mehr Daten durchfließen, und das Signal bleibt über größere Entfernungen stabil.
Für ein Gebäude bedeutet das vor allem etwas über die Haltbarkeit. Kupfer stößt irgendwann an eine Grenze, die Sie nicht mit besserer Ausrüstung überwinden. Glasfaser verschiebt diese Grenze weit nach vorn, und das zählt, weil die Verkabelung eines Gebäudes länger hält als die Geräte, die daran hängen.
Die Frage, die oft übersprungen wird: bis wohin?
"Das Gebäude hat Glasfaser" kann bedeuten, dass das Kabel bis zum Verteilerraum im Keller reicht und danach über alte Kupferverkabelung zu Ihrer Etage weitergeht. Ihre tatsächliche Verbindung ist nie schneller als das schwächste Stück dazwischen. Das IT-Label betrachtet deshalb die gesamte Strecke, nicht nur den Anschlusspunkt.
Innerhalb des Gebäudes: die Verkabelungskategorien
Hinter dem Anschluss liegt die interne Verkabelung. Sie wird mit Kategorien bezeichnet, wobei eine höhere Nummer grob mehr Kapazität über größere Entfernung bedeutet.
- CAT5e. Reicht für die Basisnutzung aus, stößt aber bei anspruchsvolleren Anwendungen an Grenzen. Typisch für einen niedrigeren Ausbaustandard.
- CAT6. Der gängige Standard für Bürogebrauch. Gehört zu IT2 PLUG & PLAY.
- CAT6A. Höhere Kapazität über größere Entfernung, mit mehr Raum zum Wachsen. Gehört zu IT1 HIGH PERFORMANCE und höher.
- Glasfaser intern. Häufig zwischen Etagen oder zu leistungsstarken Verbrauchern eingesetzt, und bei IT1+ PREMIUM die Norm für das Rückgrat des Gebäudes.
Kapazität ist nicht dasselbe wie verfügbare Kapazität
Ein Anschluss, der auf dem Papier großzügig bemessen ist, sagt wenig aus, wenn Sie ihn mit zehn anderen Mietern teilen. Entscheidend ist, was für Ihre Organisation verfügbar ist, wenn Sie es brauchen, und genau deshalb bewertet das IT-Label nicht nur die Spezifikation, sondern auch die gemessene Leistung unter tatsächlicher Belastung.
Dasselbe gilt für die Frage, was passiert, wenn die Verbindung ausfällt. Ein Glasfaserkabel bleibt ein Kabel. Siehe Netzwerkredundanz.
Warum das jetzt dringender ist als vor ein paar Jahren
Die Belastung von Netzwerken nimmt zu: Cloud-Anwendungen, Videokonferenzen, intelligente Gebäudesysteme und das Wachstum von KI und Datenverarbeitung teilen sich dieselbe Infrastruktur.
Hinzu kommt, dass ein Anschluss, der nicht liegt, sich nicht kurzfristig herstellen lässt. Wartezeiten für neue Internetanschlüsse machen den Ausbaustandard vorab relevant, nicht etwas, das Sie nach dem Umzug eben noch lösen.
Wissen, was in Ihrem Gebäude liegt?
Ein zertifizierter Partner bewertet die gesamte Strecke, vom Anschluss bis zum Arbeitsplatz.
So funktioniert das AuditVerwandte Informationen
Wissensdatenbank
Hintergrundwissen zu den Bereichen, die das IT-Label bewertet: von Glasfaser und WiFi-Abdeckung bis Smart Building und Cybersicherheit.
Netzwerkredundanz
Redundanz bedeutet, dass es einen zweiten Weg gibt, wenn der erste ausfällt. Warum das für viele Organisationen kein Luxus mehr ist.
Cloud-Konnektivität
Sobald Ihre Anwendungen in der Cloud laufen, ändert sich, was eine gute Verbindung ausmacht. Latenz und Stabilität wiegen dann schwerer als reine Bandbreite.
Das IT-Label für Bürogebäude
Büromieter stellen die höchsten Anforderungen an Konnektivität. Das IT-Label macht sichtbar, ob Ihr Bürogebäude diesen entspricht.