
Ein smartes Gebäude hat auch eine Angriffsfläche
Jedes System, das am Netzwerk hängt, ist ein möglicher Zugang. Bei einem Gebäude hängen daran auch die Türen, die Kameras und die Klimaanlage.
Warum das zu einer Immobilienfrage geworden ist
Solange ein Gebäude nur Schlösser und einen Thermostat hatte, war Sicherheit eine physische Angelegenheit. Da ein Gebäude heute intelligente Systeme hat, ist ein Teil dieser Sicherheit digital geworden, und damit eine Eigenschaft des Gebäudes, nicht nur des Mieters.
Das ist eine Verschiebung, die leicht übersehen wird. Der Vermieter denkt in Anlagen, der Mieter denkt in seiner eigenen IT, und das Gebäudenetzwerk, an dem die Zutrittskontrolle hängt, fällt zwischen die Zuständigkeiten.
Worauf es bei einem Gebäude ankommt
- Netzwerktrennung. Gebäudesysteme, Besucher-WiFi und das Netzwerk des Mieters sollten getrennt sein. Steht alles auf einem Netzwerk, genügt ein schwaches Gerät.
- Verwaltung und Updates. Geräte, die vor Jahren installiert und nie aktualisiert wurden, sind der gängige Schwachpunkt.
- Zugang zur Verwaltung. Wer hat Zugriff auf die Systeme, und was passiert, wenn diese Partei geht?
- Monitoring. Wird darauf geachtet, ob etwas Ungewöhnliches passiert, oder merkt es niemand, bis etwas schiefgeht?
- Physisch und digital zusammen. Ein abschließbarer Serverraum gehört genauso zur Sicherheit wie ein Passwort.
Was das IT-Label sagt und was nicht
Das IT-Label bewertet Cybersicherheit als Teil der digitalen Infrastruktur des Gebäudes: Gibt es Absicherung, wird überwacht, und sind die Netzwerke getrennt? Es ist kein Penetrationstest und keine Zertifizierung Ihrer eigenen IT-Umgebung. Es bewertet den Ausbaustandard der Immobilie: was der Mieter darüber hinaus tut, bleibt die Verantwortung des Mieters.
Was die Stufen hierzu sagen
Bei IT1+ PREMIUM gehören Cybersicherheit und kontinuierliches Monitoring zum Ausgangspunkt. Mit sinkendem Ausbaustandard verschiebt sich diese Verantwortung zum Mieter: bis hin zu IT4 CORE und IT5 SHELL, wo schlicht noch nichts zu sichern ist.
Auch hier gilt: Das Label urteilt nicht: Es macht transparent, was vorhanden ist. Wer wofür zuständig ist, wird in der IT-Demarkationsliste festgelegt: siehe Verantwortlichkeiten.
Wie ist Ihr Gebäude abgesichert?
Das Audit bewertet Absicherung, Monitoring und Netzwerktrennung.
So funktioniert das AuditVerwandte Informationen
Wissensdatenbank
Hintergrundwissen zu den Bereichen, die das IT-Label bewertet: von Glasfaser und WiFi-Abdeckung bis Smart Building und Cybersicherheit.
Smart-Building-Technologie
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Das IT-Label für Immobilieneigentümer
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