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Redundanz erklärt: warum eine Verbindung manchmal zu wenig ist

Was eine redundante Internetverbindung für die digitale Kontinuität von Gewerbeimmobilien bedeutet.

Einblicke··3 Min. Lesezeit
Redundanz erklärt: warum eine Verbindung manchmal zu wenig ist

Kernpunkte

  • Redundanz bedeutet, dass eine alternative Internetversorgung bereitsteht, wenn die Hauptverbindung ausfällt, sodass die Arbeit weitergeht.
  • Es geht nicht um mehr Internet, sondern um Kontinuität, Zuverlässigkeit und die Beherrschung von Risiken.
  • Die Auswirkungen einer Störung wachsen, je mehr eine Organisation in der Cloud arbeitet, videotelefoniert oder KI-Anwendungen nutzt.
  • Zwei Gebäude können identisch aussehen, während ihre digitale Kontinuität stark unterschiedlich ist, etwas, das das IT-Label sichtbar macht.
  • Redundanz ist nicht für jedes Gebäude nötig, aber Einblick in die vorhandenen Vorkehrungen hilft bei fundierten Entscheidungen.

Stellen Sie sich einen gewöhnlichen Arbeitstag vor. Ein Team führt ein Videogespräch mit einem Kunden, Kollegen arbeiten in Cloud-Anwendungen und es werden Daten online verarbeitet. Dann fällt die Internetverbindung aus. Die Videokonferenz stoppt, die Telefonie über das Internet funktioniert nicht mehr, Dateien in der Cloud sind nicht erreichbar und Prozesse liegen still. Was eben noch selbstverständlich war, erweist sich plötzlich als verwundbarer Punkt.

Für viele Organisationen ist Internet keine Versorgungsleistung im Hintergrund mehr, sondern das Rückgrat der täglichen Arbeit. Gerade deshalb ist die Frage relevant: Was passiert, wenn diese eine Verbindung wegfällt? Die Antwort liegt in einem Begriff, der in der Immobilienwelt noch wenig Aufmerksamkeit erhält, aber immer wichtiger wird: Redundanz.

In diesem Artikel erklären wir, was Redundanz ist, wie sie bei Internetverbindungen funktioniert und was sie für die Qualität von Gewerbeimmobilien bedeutet. Wir gehen praktisch vor, ohne unnötigen Fachjargon.

Was ist Redundanz?

Redundanz bedeutet, dass eine alternative Vorkehrung bereitsteht in dem Moment, in dem die primäre Vorkehrung ausfällt. Das Prinzip kennen Sie wahrscheinlich schon aus dem Alltag. Ein Auto hat ein Reserverad für den Fall eines platten Reifens. Ein Krankenhaus hat einen Notgenerator für den Fall eines Stromausfalls. Und ein Gebäude hat einen zweiten Fluchtweg, sodass es immer einen Ausweg gibt.

Bei digitaler Infrastruktur funktioniert es nicht anders. Redundanz sorgt dafür, dass es einen zweiten Weg für den Datenverkehr gibt, falls der erste wegfällt. Ziel ist nicht schnelleres Internet oder mehr Kapazität, sondern Sicherheit: die Garantie, dass die Arbeit weitergeht, auch wenn etwas schiefgeht.

Wie funktioniert Redundanz beim Internet?

Redundanz kann auf verschiedene Arten eingerichtet werden. Einige gängige Formen sind:

  • zwei Glasfaserverbindungen zum selben Gebäude;
  • zwei verschiedene Internetanbieter, sodass eine Störung bei einem Anbieter nicht alles lahmlegt;
  • automatisches Failover, bei dem das System ohne manuellen Eingriff auf die Reserveverbindung umschaltet;
  • unterschiedliche physische Kabelrouten zum Gebäude, sodass ein Grabungsschaden an einer Stelle nicht beide Verbindungen betrifft.

Wichtig ist die Erkenntnis, dass ein zweiter Anschluss allein noch keine echte Redundanz garantiert. Wenn beide Verbindungen über dasselbe Kabel oder denselben Anbieter laufen, ist das Risiko nur teilweise abgedeckt. Die Art und Weise, wie die Vorkehrungen eingerichtet sind, bestimmt letztlich die Zuverlässigkeit. Mehr dazu lesen Sie in unserer Übersicht zur Netzwerkredundanz.

Eine zweite Internetverbindung, die sich dasselbe Kabel wie die erste teilt, ist kein Back-up, sondern eine Scheinsicherheit.

Warum ist Redundanz wichtig?

Der Wert von Redundanz hängt stark davon ab, wie abhängig eine Organisation von einer durchgehenden Verbindung ist. Für manche Nutzer ist eine kurze Unterbrechung lästig, für andere ist sie schlichtweg inakzeptabel.

Organisationen, die davon in der Regel profitieren, sind unter anderem Finanzinstitute, Gesundheitsorganisationen, Logistikunternehmen und datengetriebene Unternehmen. Auch Büros mit vielen Cloud-Anwendungen, Unternehmen, die auf KI-Anwendungen setzen, Serviced Offices und Rechenzentren fallen in diese Kategorie.

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