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IT-labels in der Immobilienbranche

Der Unterschied zwischen konventionellen Raeumen und schluesselfertigen Konzepten

Einblicke··4 Min. Lesezeit·Raad van bestuur IT-label, Bestuur
IT-labels in der Immobilienbranche

Kernpunkte

  • Bei konventionellen Immobilien teilen Vermieter und Mieter die Verantwortung fuer die IT-Qualitaet
  • Bei schluesselfertigen Konzepten bewertet das IT-label die integrale Qualitaet des Gesamtkonzepts
  • Ein starkes Backbone mit schwacher interner IT liefert ein begrenztes Ergebnis, und umgekehrt
  • Ein IT-label ist keine technische Formalitaet, sondern ein strategischer Qualitaetsindikator

Nicht alle Immobilien sind gleich, wenn es um digitale Infrastruktur geht. Die Art und Weise, wie ein Gebaeude vermietet und genutzt wird, bestimmt, wer fuer die IT-Qualitaet verantwortlich ist und wie ein IT-label vergeben wird. Die Unterscheidung zwischen konventionellem (Rohbau-) Immobilien und schluesselfertigen Konzepten ist dabei grundlegend. Beide Modelle haben ihre eigene Dynamik, Risiken und Chancen.

Symmetrischer Blick nach oben zwischen zwei Gebäuden
Die digitale Qualitaet von Immobilien wird zunehmend bei Investitionsentscheidungen beruecksichtigt

Konventionelle Raeume: geteilte Verantwortung

Bei konventionellen oder Rohbauimmobilien sind die Verantwortlichkeiten fuer die IT-Infrastruktur auf zwei Ebenen verteilt. Auf Gebaeudeebene ist der Vermieter verantwortlich. Dies umfasst den Glasfaseranschluss, die Anschlusskapazitaet, die Redundanz der Verbindungen, den Zugang fuer mehrere Telekommunikationsanbieter (Carrier Access) und die Einrichtung technischer Raeume. Dies ist das digitale Fundament, das Backbone des Gebaeudes.

Auf Benutzerebene uebernimmt der Mieter. Interne Verkabelung, WLAN-Netzwerke, ein moeglicher Serverraum, Netzwerkgeraete wie Switches und Firewalls sowie intelligente Anwendungen fuer Konferenzen, Zugangssteuerung oder Gebaeudeautomation fallen in den Verantwortungsbereich des Mieters. Der Mieter bestimmt das Ambitionsniveau und investiert entsprechend.

Fuer ein hohes IT-label muessen beide Ebenen gut abschneiden. Ein starkes Backbone kombiniert mit schwacher interner IT liefert ein begrenztes Ergebnis. Der Mieter mag zwar ueber einen schnellen Anschluss verfuegen, aber wenn das interne Netzwerk nicht zuverlaessig ist, spuert der Endnutzer die Folgen taeglich. Umgekehrt gilt das Gleiche: ein perfekt eingerichtetes internes Netzwerk auf einem anfaelligen Backbone bleibt anfaellig. Mehr ueber die Methodik hinter dieser Bewertung finden Sie auf unserer Website.

"Ein starkes Backbone mit schwacher interner IT liefert ein begrenztes Ergebnis. Perfekte interne IT auf einem anfaelligen Backbone bleibt anfaellig. Beides muss auf Niveau sein."

Das IT-label bei konventionellen Immobilien spiegelt daher die Zusammenarbeit zwischen Vermieter und Mieter wider. Beide Parteien muessen investieren, um ein hohes Qualitaetsniveau zu erreichen. Fuer Immobilieneigentuemer bedeutet dies, dass allein in das Backbone zu investieren nicht ausreicht, wenn Mieter nicht mitinvestieren. Und fuer Mieter gilt, dass ihre eigenen IT-Bemuehungen erst dann Fruechte tragen, wenn die Gebaeudeinfrastruktur auf Niveau ist.

Eine weiße Fassade scharf vor schwarzem Himmel
Bei konventionellen Immobilien bestimmen sowohl das Gebaeude-Backbone als auch die interne IT das IT-label

Schluesselfertige Raeume und Businesscenter: integrale Verantwortung

Bei schluesselfertigen Bueros und Businesscentern liegt die vollstaendige IT-Verantwortung beim Betreiber. Der Mieter mietet einen Arbeitsplatz oder eine Bueroeinheit inklusive aller digitalen Einrichtungen: Internet, WLAN, Verkabelung, Netzwerkmanagement, Sicherheit und oft auch Druckdienste und Konferenzeinrichtungen. Der Mieter muss sich nicht um die technischen Details kuemmern.

Das IT-label bewertet bei schluesselfertigen Immobilien das Konzept als Ganzes. Stabilitaet der Internetverbindung, Redundanz bei Ausfaellen, Kapazitaet pro Nutzer, Sicherheitsniveau, Managementqualitaet und Skalierbarkeit bei Wachstum sind alle Teil der Bewertung. Der Mieter hat wenig bis keinen Einfluss auf die zugrunde liegende Infrastruktur und verlaesst sich vollstaendig auf die vom Betreiber gelieferte Qualitaet.

Das IT-label spiegelt bei schluesselfertigen Immobilien daher die Qualitaet des Gesamtkonzepts wider. Ein hohes IT-label bedeutet, dass der Betreiber seine digitalen Dienstleistungen auf professionellem Niveau organisiert hat. Ein niedriges IT-label deutet auf Risiken in Stabilitaet, Kapazitaet oder Sicherheit hin, die sich direkt auf alle Mieter im Gebaeude auswirken.

Vergleich: konventionell versus schluesselfertig

Die Unterschiede zwischen beiden Modellen lassen sich uebersichtlich zusammenfassen. Bei konventionellen Immobilien ist die IT-Verantwortung zwischen Vermieter und Mieter geteilt. Der Mieter hat grossen Einfluss auf die eigene IT-Umgebung und investiert auch erheblich. Das IT-label haengt von der Zusammenarbeit beider Parteien ab. Wenn die Qualitaet niedrig ist, fuehrt das zu Leerstandsrisiko und unzufriedenen Mietern.

Bei schluesselfertigen Immobilien liegt die IT-Verantwortung beim Betreiber. Der Mieter hat begrenzten Einfluss und eine geringe eigene IT-Investition. Das IT-label haengt von der Qualitaet des Gesamtkonzepts ab. Wenn diese Qualitaet niedrig ist, fuehrt das zu Reputationsschaeden fuer den Betreiber und moeglicherweise zum Abgang von Mietern.

Diese Unterscheidung ist relevant fuer alle, die an Immobilienentscheidungen beteiligt sind. Investoren, Asset Manager, Vermieter und Mieter profitieren davon zu verstehen, welches Modell gilt und was das fuer die IT-Qualitaet des Gebaeudes bedeutet. Besuchen Sie unsere Wissensdatenbank fuer mehr Hintergrund zu den bewerteten technischen Komponenten.

Gestapelte Balkone und Fenster in einer Fassade
Die Art des Immobilienkonzepts bestimmt, wie das IT-label vergeben und interpretiert wird

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Warum diese Unterscheidung wichtig ist

Digitale Infrastruktur ist in der Immobilienbranche kein Nebenthema mehr. Sie bestimmt zunehmend die Vermietbarkeit eines Gebaeudes, die Bewertung, die Kontinuitaetsmoeglichkeiten fuer Mieter, die ESG-Leistung und das Risikomanagement des Eigentuemers. Ein Gebaeude ohne gute digitale Infrastruktur verliert an Wettbewerbsfaehigkeit, unabhaengig von Lage oder Erscheinungsbild.

Das IT-label bietet einen objektiven Rahmen zur Bewertung dieser digitalen Qualitaet, aber die Interpretation unterscheidet sich je nach Immobilientyp. Bei konventionellen Immobilien sagt das Label etwas ueber die Zusammenarbeit zwischen Vermieter und Mieter aus. Bei schluesselfertigen Immobilien sagt das Label etwas ueber die Qualitaet des Konzepts als Ganzes aus.

"Ein IT-label ist keine technische Formalitaet. Es ist ein strategischer Qualitaetsindikator, der direkten Einfluss auf den Wert und die Vermietbarkeit von Immobilien hat."

Wer mehr darueber erfahren moechte, wie das IT-label vergeben wird und welche Kriterien gelten: Besuchen Sie unsere Seite zur Methodik oder kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen gerne, die digitale Qualitaet Ihrer Immobilie transparent zu machen.

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