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KI wächst. Aber wachsen unsere Gebäude mit?

Über die schnelle KI-Adoption bei Unternehmen und die Immobilienfrage, die darunter liegt: Was kann ein Gebäude digital leisten?

Einblicke··13 Min. Lesezeit
KI wächst. Aber wachsen unsere Gebäude mit?

Kernpunkte

  • Die KI-Adoption bei europäischen Unternehmen wächst schnell: Laut Eurostat nutzte 2025 rund jedes fünfte EU-Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitern KI, gegenüber circa 13,5 Prozent im Jahr 2024.
  • Die größere Entwicklung ist nicht, dass mehr Unternehmen ein KI-Tool nutzen, sondern dass Organisationen zunehmend von einer zuverlässigen digitalen Kette abhängig werden.
  • Wir messen Fläche, Baujahr und Energielabel von Immobilien präzise, aber selten, was ein Gebäude digital leistet.
  • Das IT-Label macht die digitale Qualität eines Gebäudes sichtbar, ohne zu behaupten, wie viel KI ein Nutzer benötigt.
  • Die zentrale Frage ist nicht, ob Organisationen bereit für KI sind, sondern ob die Gebäude, in denen sie arbeiten, mitwachsen können.

Wir sprechen über ChatGPT, Copilot, KI-Agents, Automation, Cloud, Daten, GPUs, Rechenzentren und Cybersicherheit. Unternehmen investieren Milliarden in die digitale Wirtschaft. Trotzdem fällt auf, dass ein physisches Glied in fast all diesen Diskussionen auffällig wenig Aufmerksamkeit bekommt: das Gebäude, in dem wir arbeiten.

Wenn unsere Unternehmen sich in Rekordtempo digitalisieren, wachsen unsere Gebäude dann digital mit? Das ist keine theoretische Technologiefrage. Für IT-Label ist es eine neue Immobilienfrage. Während die Branche Energieleistungen inzwischen bis ins Detail misst und Nachhaltigkeit und Gesundheit zertifiziert, bleibt die digitale Ebene eines Gebäudes größtenteils unbeschrieben.

Dieser Artikel versucht keine Angst vor KI, Internetkapazität oder sogenannter Datenstauung zu schüren. Der Kern liegt grundlegender: KI beschleunigt die Digitalisierung nahezu jedes Geschäftsprozesses, wodurch Organisationen zunehmend von zuverlässiger digitaler Infrastruktur abhängig werden. Die Frage ist, ob wir wissen, inwieweit Gebäude darauf vorbereitet sind.

Erst die Zahlen: Wie stark wächst KI wirklich?

FAKT. Eurostat berichtete, dass 2025 etwa 20 Prozent der EU-Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitern KI-Technologie nutzten, gegenüber circa 13,5 Prozent im Jahr 2024. Das ist innerhalb eines Jahres ein erheblicher Schritt. Die vollständigen Zahlen sind in der Eurostat-Veröffentlichung zur KI-Adoption bei Unternehmen nachzulesen.

Für die Niederlande veröffentlicht das CBS eigene Messungen zur Nutzung künstlicher Intelligenz durch Unternehmen. Wer die Entwicklung verfolgen möchte, schaut am besten direkt in die CBS-Zahlen zur IKT-Nutzung und KI bei Unternehmen, da diese gemessenen Werte regelmäßig aktualisiert werden.

Wichtig ist der Unterschied zwischen dem, was gemessen wurde, und dem, was erwartet wird. Die Zahlen für 2023, 2024 und 2025 sind gemessene Werte. Wenn für die Niederlande in Richtung 2029 ein Szenario von beispielsweise 50 bis 70 Prozent KI-Nutzung genannt wird, dann ist das ein SZENARIO auf Basis des aktuellen Adoptionstrends, ausdrücklich keine offizielle Vorhersage von CBS, Eurostat oder IT-Label. Die Richtung ist eindeutig; der genaue Punkt auf der Kurve ist es nicht.

Von KI-Nutzung zu KI-Abhängigkeit

Das Interessanteste ist vielleicht nicht, wie viele Unternehmen ein KI-Tool nutzen, sondern wie viele Geschäftsprozesse von KI und digitaler Infrastruktur abhängig werden. Ein Mitarbeiter, der gelegentlich ChatGPT konsultiert, ist etwas völlig anderes als eine Organisation, in der Hunderte Menschen täglich mit geschäftskritischen digitalen Anwendungen arbeiten.

  • Microsoft Copilot und ChatGPT Enterprise;
  • KI-Agents und Cloudsoftware;
  • Videokonferenzen und Echtzeit-Zusammenarbeit;
  • Datenanalyse und CRM-Automatisierung;
  • Cybersicherheitssoftware und vernetzte Geräte;
  • Smart-Building-Anwendungen.

PROGNOSE. Untersuchungen von McKinsey und Gartner zeigen, dass sich KI vom Experiment zu struktureller Geschäftsinfrastruktur verschiebt. Gartner veröffentlicht dazu eine wiederkehrende KI-Ausgabenprognose; die aktuellen Zahlen und Beträge stehen in der Gartner-Prognose zu KI-Ausgaben. Der Tenor ist konsistent: Die Ausgaben für KI wachsen stark und verlagern sich ins Zentrum der Geschäftsführung.

Die daraus folgende Schlussfolgerung ist klar. Die nächste Phase von KI dreht sich nicht nur darum, dass mehr Unternehmen KI nutzen. Es geht vor allem darum, dass Organisationen KI immer intensiver und geschäftskritischer einsetzen. Das verändert die Anforderungen an die darunterliegende digitale Kette, ein Thema, das wir auch in unserem Artikel über KI-Ambition und Immobilien, die mitwachsen können behandeln.

Die Frage ist nicht mehr, ob Unternehmen KI nutzen. Die Frage ist, wie abhängig ihre tägliche Arbeit von jedem darunterliegenden Glied wird.

KI ist kein Internetproblem. Es ist eine Abhängigkeitsfrage.

Es ist verlockend zu sagen: Durch KI laufen unsere Internetverbindungen bald voll. Das ist zu simpel. Viel schwere KI-Rechenleistung findet in Cloudumgebungen und Rechenzentren statt, weit außerhalb des Gebäudes. Das Problem ist subtiler.

Durch KI, Cloudsoftware, Echtzeitkommunikation, SaaS, IoT und vernetzte Geräte werden Organisationen zunehmend von einer durchgehend verfügbaren digitalen Kette abhängig: vom Arbeitsplatz zur internen Infrastruktur, über die Konnektivität zur Cloud und zum Rechenzentrum, und von dort zu den Anwendungen, der KI und schließlich dem Geschäftsprozess selbst. Jedes Glied zählt.

Zwei Sätze fassen das zusammen. KI muss nicht lokal im Gebäude laufen, um das Gebäude digital wichtiger zu machen. Und: Je digitaler die Organisation, desto wichtiger die Zuverlässigkeit jedes einzelnen Glieds in der digitalen Kette. Damit verschiebt sich die Aufmerksamkeit von Rechenleistung zu Kontinuität, und genau dort kommt das Gebäude wieder ins Bild. Warum manchmal eine Verbindung zu wenig ist, erklären wir in unserem Artikel über Netzwerkredundanz.

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Cushman & Wakefield: KI verändert die Nachfrage nach Immobilien

KI bedeutet nicht automatisch, dass Organisationen weniger Fläche benötigen. Untersuchungen von Cushman & Wakefield zum Büromarkt deuten eher auf eine Verschiebung der Qualität hin, nach der Nutzer bei Immobilien fragen. Die Aufmerksamkeit verlagert sich auf Technologie, Energieinfrastruktur, Flexibilität, Nachhaltigkeit, Nutzererfahrung und allgemeine Gebäudequalität.

Das erklärt teilweise die qualitative Knappheit, die sich auf verschiedenen Märkten abzeichnet: viel Angebot, aber begrenztes Angebot, das den modernen Anforderungen entspricht. Die aktuellen Analysen finden sich über die Insights von Cushman & Wakefield, wo auch der niederländische Büromarkt behandelt wird.

Die Übertragung auf IT-Label ist einfach zu ziehen. KI verändert nicht nur, wie viel Fläche Unternehmen benötigen. Es kann auch verändern, welche Gebäude sie attraktiv finden. Und digitale Qualität ist dabei ein zunehmend schwerer wiegendes Kriterium, wie wir in das IT-Label als neuer unterscheidender Faktor im Immobilienwert beschreiben.

Knight Frank: digitale Infrastruktur als verborgene Qualität

Knight Frank beschreibt digitale Infrastruktur in seiner Untersuchung zu Workplace Strategy und Corporate Real Estate als eine zunehmend wichtigere Qualität moderner Arbeitsplätze. Konnektivität, Workplace Technology, Stromversorgung, Backup-Einrichtungen und zukunftssichere Infrastruktur werden Teil der Grundlage, nicht des Luxus.

In der Untersuchung A defining phase sieht Knight Frank die Periode bis 2029 als eine Phase, in der KI, Technologie und Daten die Immobilienstrategie von Organisationen bestimmen werden. In Workplace Management und in AI in Corporate Real Estate: Adoption Gains Momentum wird dasselbe Bild weiter ausgearbeitet: Die digitale Ebene eines Gebäudes wird entscheidend dafür, wie nutzbar der Raum ist.

Das führt zu einer unbequemen Beobachtung. Wenn digitale Infrastruktur eine Grundvoraussetzung wird, warum behandeln wir sie in der Immobilienkommunikation dann noch so oft als verstecktes Extra? Das Thema verdient dieselbe selbstverständliche Position wie Fläche oder Energielabel, etwas, das wir auch in IT-Infrastruktur fehlt in jeder Vermietungsbroschüre ansprechen.

Zwei Wohntürme vor einem bewölkten Himmel
Jedes Gebäude hat ein eigenes digitales Nutzungsprofil, und dieses Profil bestimmt, welche digitale Basis passend ist.

RE-SEARCH: Was kann ein Gebäude digital leisten?

Die niederländische Immobilienpraxis stellt dieselbe Frage. Im Artikel Digitale Immobilien: Was kann ein Gebäude digital leisten? fasst RE-SEARCH die Verschiebung treffend zusammen: Früher musste ein Büro erreichbar sein, heute muss ein Büro verbunden sein.

RE-SEARCH beschreibt, wie Organisationen zunehmend von Cloudanwendungen, Echtzeitkommunikation, KI-Tools, Datenanalyse, vernetzten Geräten, Smart Buildings und IoT abhängig werden. Dabei ist eine wichtige Erkenntnis, dass verschiedene Nutzer unterschiedliche digitale Nutzungsprofile haben. Eine Anwaltskanzlei hat nicht denselben digitalen Bedarf wie ein KI-Scale-up, und eine Logistikorganisation stellt wiederum andere Anforderungen als eine Pflegeeinrichtung.

Die Kette lässt sich so lesen: Mitarbeiter bestimmen die Arbeitsprozesse, die Arbeitsprozesse bestimmen die digitale Nutzung, die digitale Nutzung bestimmt den digitalen Bedarf, und dieser Bedarf stellt Anforderungen an die Gebäudeinfrastruktur. Wer das Profil des Nutzers kennt, weiß, welche digitale Basis passend ist. Dieses Denken schließt an unsere Erläuterung zu was ein Gebäude digital leisten kann an.

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Das digitale Auslieferungsniveau als blinder Fleck

Im Artikel Ist Ihr Büro schon KI-tauglich? zeigt RE-SEARCH einen konkreten blinden Fleck auf. Wer Immobilien sucht, erhält nahezu direkt Informationen zu Quadratmetern, Mietpreis, Nebenkosten, Energielabel, Parkplätzen, Erreichbarkeit, Installationen und Auslieferungsniveau.

Deutlich seltener folgt direkt eine Antwort auf Fragen wie: Ist Glasfaser vorhanden, welche Anbieter sind verfügbar, welche Kapazität liegt vor, gibt es Redundanz, welche interne Datenverkabelung ist verlegt, wie ist die Mobilfunkabdeckung, welche Einrichtungen sind gebäudegebunden, welche Smart-Building-Systeme sind vorhanden, wer verwaltet was, und was erhält der Mieter digital ausgeliefert?

Damit taucht die zentrale Frage auf: Wir wissen, wie viele Quadratmeter ein Gebäude hat und welches Energielabel es trägt, aber wissen wir auch, was diese Quadratmeter digital können? Für Mieter, die darauf mehr Einfluss haben möchten, haben wir zusammengestellt, worauf Sie bei der Beurteilung digitaler Qualität achten sollten.

Sind unsere Gebäude KI-bereit?

Hier ist Zurückhaltung angebracht. Es wäre einfach zu behaupten, ein bestimmter Prozentsatz der niederländischen Gebäude sei nicht KI-tauglich, aber solche Zahlen existieren nicht in verlässlicher, großflächiger Form. Sie zu erfinden würde die Geschichte gerade untergraben.

Von nahezu jedem gewerblichen Gebäude können wir Fläche, Baujahr, Energielabel, Nutzungsart, Mietpreis und Standort ermitteln. Aber gibt es einen landesweiten, standardisierten Datensatz, in dem wir digitale Kapazität, Konnektivität, Redundanz, Datenverkabelung, WLAN-Qualität, Mobilfunkabdeckung, Smart-Building-Funktionalität, digitale Demarkation und digitales Auslieferungsniveau ablesen können?

Wenn die Antwort Nein lautet, dann liegt dort die eigentliche Geschichte. SICHTWEISE. Vielleicht ist das größte Problem nicht, dass wir wissen, dass Gebäude digital unzureichend vorbereitet sind. Vielleicht ist das Problem, dass wir es schlichtweg noch nicht messen. Das Fehlen von Daten ist selbst der Befund.

Von Netzkapazität zu digitaler Kapazität

Die Immobilienbranche stellt inzwischen zu Recht scharfe Fragen zu Strom: Wie viel ist verfügbar, was ist die vertraglich vereinbarte Kapazität, ist eine Erweiterung möglich, gibt es Netzengpässe? Diese Fragen sind bei Vermietung und Akquisition selbstverständlich geworden.

Warum stellen wir dieselben Kapazitätsfragen kaum bei digitaler Infrastruktur? Wichtig dabei: Energie und Daten sind technisch unterschiedliche Themen, und ein Eins-zu-eins-Vergleich zwischen Netzengpässen und Internetkapazität ist unzutreffend. Den Begriff Datenstauung verwenden wir ausschließlich in einem breiteren Sinne: eine Situation, in der die digitale Infrastruktur, Konnektivität oder Kapazität nicht ausreichend an den Bedarf des Nutzers anschließt. Das ist kein offizielles Äquivalent zu Stromnetzengpässen, wie wir in bekommen wir bald auch digitale Stauung? differenzieren.

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Von 2026 nach 2029: ein illustratives Szenario

SZENARIO. Die untenstehende Zeitlinie ist ein illustratives Entwicklungsszenario, basierend auf dem aktuellen Adoptionstrend und auf Untersuchungen externer Parteien. Es ist keine harte Vorhersage, dass jedes Unternehmen diese Schritte exakt zu diesen Zeitpunkten durchläuft.

  1. 2026, AI ASSISTED. KI wird breit als persönlicher Assistent und Produktivitätswerkzeug eingesetzt.
  2. 2027, AI INTEGRATED. KI wird zunehmend in CRM, Finanzen, Marketing, Entwicklung und andere Workflows eingewoben.
  3. 2028, AI AGENTIC. KI-Agents führen Prozesse und Aufgaben zunehmend selbstständig aus.
  4. 2029, AI INFRASTRUCTURE. KI ist für viele Organisationen keine einzelne Anwendung mehr, sondern Teil der operativen Infrastruktur.

Neben dieser Zeitlinie passt genau eine Frage: Entwickelt sich das Gebäude im gleichen Tempo mit? Je tiefer KI in den Betrieb eindringt, desto wichtiger wird die Zuverlässigkeit der darunterliegenden digitalen Kette, und diese Kette beginnt im Gebäude.

Was muss ein Gebäude bis 2029 digital können?

Nicht jedes Gebäude muss maximale Kapazität oder Technologie bieten. Es geht um die Anpassung an den Bedarf des Nutzers. Ein digital zukunftsfähiges Gebäude sollte jedoch Einblick in eine Reihe fester Bestandteile geben können.

BereichWo Einblick gewünscht ist
KonnektivitätVerfügbare Verbindungen, Glasfaser, Anbieter, Kapazität und Redundanz.
Interne InfrastrukturDatenverkabelung, WLAN, Netzwerkeinrichtungen und technische Räume.
Mobile KonnektivitätMobilfunkabdeckung und Verbesserungsmöglichkeiten.
KontinuitätBackup-Verbindungen, Notstrom wo relevant, Überwachung und Störungsverfahren.
Cybersicherheit und VerwaltungPhysischer Zugang, Netzwerksegmentierung, Verantwortlichkeiten und Anbieter.
Smart BuildingSensoren, IoT, Zutrittskontrolle, Gebäudedaten und intelligente Installationen.
SkalierbarkeitDas Ausmaß, in dem die digitale Infrastruktur mit dem zukünftigen Bedarf mitwachsen kann.

Diese Bestandteile sind keine abstrakte Technik, sondern konkrete Informationen, die ein Nutzer vorab kennen möchte. Mehr Hintergrund zur Rolle der digitalen Kette finden Sie in unserer Übersicht zu Smart-Building-Technologie.

IT-Label: erst messen, dann über KI-Bereitschaft sprechen

Erst hier kommt IT-Label ausdrücklich ins Bild. IT-Label behauptet nicht, vorhersagen zu können, wie viel KI ein Unternehmen nutzt. Eine hohe Klassifizierung bedeutet auch nicht automatisch, dass jeder Nutzer unbegrenzt jede KI-Anwendung betreiben kann. Die Rolle ist grundlegender: sichtbar machen, was das Gebäude digital leistet.

Die IT-Label-Klassifizierung reicht von PREMIUM bis SHELL: IT1+ PREMIUM, IT1 HIGH PERFORMANCE, IT2 PLUG & PLAY, IT3 READY, IT4 CORE und IT5 SHELL. Jede Stufe beschreibt, was das Gebäude digital zu bieten hat, nicht ob ein Gebäude gut oder schlecht ist.

So entsteht eine klare Rollenverteilung: Der Nutzer bestimmt den digitalen Bedarf, IT-Label macht sichtbar, was das Gebäude digital leistet. Bevor wir ein Gebäude KI-bereit nennen, müssen wir zunächst die digitale Basis kennen.

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Die neue Immobilienformel

Traditionell bewertete der Markt Immobilien nach Lage, Fläche und Preis. Dazu kam Nachhaltigkeit. In Richtung der digitalen Wirtschaft fügt sich digitale Qualität hinzu. Wichtig: Digitale Qualität ersetzt die bestehenden Kriterien nicht, sie wird eine ergänzende Qualitätsdimension.

Oder, in den Worten, die diese Verschiebung zusammenfassen: location determines where you work, connectivity increasingly determines how you can work. Der Ort bestimmt, wo Sie arbeiten, die digitale Qualität bestimmt zunehmend, wie Sie arbeiten können.

Was bedeutet das für den Immobilienwert?

Wenn Unternehmen zunehmend von digitaler Infrastruktur abhängig werden, wird digitale Qualität dann letztlich auch ein Faktor im Immobilienwert? Diese Frage stellen wir untersuchend, nicht behauptend.

Es gibt plausible Hypothesen. Bessere digitale Transparenz kann Vermietungsprozesse beschleunigen. Digital gut vorbereitete Gebäude können für bestimmte Nutzer attraktiver werden. Unzureichende digitale Infrastruktur kann ein verborgener CAPEX-Posten werden. Digitale Qualität kann Teil der technischen Due Diligence werden, und Gutachter könnten sie künftig expliziter berücksichtigen. Was das für Investitionsentscheidungen bedeutet, arbeiten wir in digitale Infrastruktur, ESG und der Wert von Immobilien aus.

Was wir nicht ohne Beleg behaupten, ist, dass ein höheres IT-Label automatisch zu einem höheren Mietpreis oder Bewertungswert führt. Es gilt jedoch: Was heute wie eine technische Einrichtung wirkt, kann morgen ein kommerzieller Immobilienfaktor sein.

Häufig gestellte Fragen

Wie schnell wächst die KI-Nutzung bei Unternehmen?

Laut Eurostat nutzten 2025 rund 20 Prozent der EU-Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitern KI, gegenüber circa 13,5 Prozent im Jahr 2024. Das ist eine gemessene Zahl, keine Prognose.

Bedeutet KI, dass Internetverbindungen volllaufen?

Das ist zu einfach dargestellt. Viel schwere KI-Rechenleistung läuft in der Cloud und in Rechenzentren. Der Punkt ist, dass Organisationen abhängiger von der Zuverlässigkeit jedes Glieds der digitalen Kette werden, vom Arbeitsplatz bis zur Cloud.

Sind 70 Prozent der Gebäude nicht KI-bereit?

Diese Zahl existiert nicht in verlässlicher Form und wir erfinden sie nicht. Auffällig ist gerade, dass es noch kaum standardisierte Daten zur digitalen Qualität von Gebäuden gibt. Dieses Fehlen von Messung ist der Kern dieses Artikels.

Was macht IT-Label sichtbar?

IT-Label bildet ab, was ein Gebäude digital leistet, von Konnektivität und Redundanz bis zu Smart-Building-Einrichtungen, ausgedrückt in einer Klassifizierung von IT1+ PREMIUM bis IT5 SHELL.

Muss jedes Gebäude die höchste Klassifizierung haben?

Nein. Es geht um die Anpassung an den Bedarf des Nutzers. Eine bewusst als Rohbau ausgelieferte Etage kann durchaus sinnvoll sein, wie wir in ein Gebäude mit hoher Klassifizierung und einer Etage auf IT4 erläutern.

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2029 ist näher, als wir denken

Die Diskussion dreht sich nicht nur um ChatGPT. Es geht um eine strukturelle Veränderung darin, wie Organisationen funktionieren. KI wird Teil von Software, Prozessen, Kommunikation, Analyse, Sicherheit, Kundenkontakt, Entscheidungsfindung und, letztlich, von Gebäuden. Damit wird zuverlässige digitale Infrastruktur immer grundlegender.

Wir messen das Wachstum von KI bis hinter das Komma. Wir messen Energieleistungen von Gebäuden. Wir zertifizieren Nachhaltigkeit und Gesundheit. Aber eine grundlegende Frage bleibt auffällig oft unbeantwortet: Was erhält der Nutzer digital ausgeliefert? KI verändert unsere Unternehmen schneller als je zuvor. Die Frage ist nicht nur, ob Organisationen bereit für KI sind, sondern auch, ob die Gebäude, in denen sie arbeiten, mitwachsen können.

Möchten Sie wissen, was Ihr Gebäude digital leisten kann, beginnen Sie damit, die digitale Basis sichtbar zu machen. Sehen Sie sich an, wie das IT-Label funktioniert, und entdecken Sie, was eine Klassifizierung für Ihre Immobilie bedeutet. KI wächst. Die Frage ist: Wachsen unsere Gebäude mit?

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