
Kernpunkte
- Datenverbrauch ist die digitale Belastung durch Mitarbeiter, Geräte, Anwendungen und Systeme, die den ganzen Tag über mit Internet und Cloud verbunden sind.
- Zwei Mieter mit gleich vielen Quadratmetern können digital völlig unterschiedliche Gebäude benötigen.
- Wir stehen erst am Anfang der breiten Anwendung von KI, und genau deshalb ist jetzt der richtige Moment, das digitale Nutzungsprofil zu erfassen.
- Das IT-Label übersetzt die Technik in verständliche Sprache, von IT1+ PREMIUM bis IT5 SHELL.
- Die Kernfrage ist nicht, ob ein Label gut oder schlecht ist, sondern ob das digitale Ausstattungsniveau zur Nutzung des Mieters passt.
Wenn eine Organisation ein neues Büro sucht, kommen immer zuerst dieselben Fragen auf den Tisch. Wie viele Mitarbeiter habt ihr? Wie viele Arbeitsplätze werden benötigt? Wie viele Quadratmeter sucht ihr? Es sind logische Fragen, und sie bestimmen einen Großteil der Suche.
Doch in einer immer digitaleren Wirtschaft kommt laut IT-Label eine Frage hinzu, die derzeit noch selten gestellt wird: Wie viel Daten verbraucht Ihre Organisation eigentlich? Diese Frage klingt technisch, dabei geht es im Grunde einfach um Nutzung. Genau wie Quadratmeter etwas darüber aussagen, wie viele Menschen hineinpassen, sagt der Datenverbrauch etwas darüber aus, wie stark eine Organisation ein Gebäude digital belastet.
In diesem Artikel erklären wir, was Datenverbrauch ist, warum dieser je Mieter stark unterschiedlich ausfällt, und warum genau jetzt, in der Anfangsphase der KI-Transformation, ein guter Zeitpunkt ist, diese Frage zu stellen.
Was ist Datenverbrauch eigentlich?
Datenverbrauch ist mehr als nur die Menge an Daten, die eine Organisation herunterlädt oder hochlädt. Es geht breiter um die digitale Belastung, die entsteht, weil Mitarbeiter, Geräte, Anwendungen und Systeme während des Arbeitstages ununterbrochen Verbindung mit dem Internet, Cloudumgebungen und anderer digitaler Infrastruktur aufnehmen.
Man denke an Videotelefonie, Microsoft 365 und andere Cloudanwendungen, das Versenden von Dateien, Cloud-Backups, VoIP, Streaming, Sicherheitskameras, Zugangskontrolle, Sensoren, IoT und Software-Updates. Und zunehmend kommen KI-Anwendungen hinzu. Alle diese Datenströme zusammen bilden den digitalen Fußabdruck einer Organisation innerhalb eines Gebäudes.
Dadurch haben Organisationen neben einem physischen Nutzungsprofil, wie viele Menschen, wie viele Arbeitsplätze, wie viele Quadratmeter, zunehmend auch ein digitales Nutzungsprofil. Dieses Profil bestimmt maßgeblich, ob ein Standort zur Arbeitsweise eines Unternehmens passt.
50 Mitarbeiter sind nicht immer 50 gleiche Nutzer
Der Datenverbrauch unterscheidet sich stark je Mieter. Eine Steuerberatungskanzlei mit 50 Mitarbeitern kann ein völlig anderes digitales Profil haben als ein Architekturbüro mit 50 Mitarbeitern, das große 3D-Modelle austauscht. Ein Callcenter hat andere Anforderungen als eine Anwaltskanzlei. Ein Softwareunternehmen, Medienunternehmen oder KI-Start-up kann wiederum ein völlig anderes Profil haben.
Die Anzahl der Mitarbeiter allein sagt also immer weniger darüber aus, was eine Organisation digital benötigt. Zwei Mieter können beide 500 m² Bürofläche suchen und dennoch digital zwei völlig unterschiedliche Gebäude benötigen.
Dabei zählt nicht nur die Gesamtmenge der Daten. Auch der Zeitpunkt, zu dem Kapazität benötigt wird, wie viele Nutzer gleichzeitig aktiv sind, wie viele Geräte verbunden sind, wie viel hochgeladen versus herunterladen wird und wie kritisch eine stabile Verbindung für den Geschäftsbetrieb ist, spielen eine Rolle. Wer verstehen möchte, warum eine Verbindung manchmal zu wenig ist, findet in unserem Artikel über Redundanz weiteren Hintergrund.
Wichtig: Mehr Datenverbrauch bedeutet nicht automatisch, dass ein Gebäude ungeeignet ist. Es geht vielmehr um das Verhältnis zwischen Bedarf und verfügbarer Infrastruktur.
Ein Gebäude kann digital perfekt zur einen Organisation passen und für die andere völlig unzureichend sein, ohne dass sich auch nur ein einziger Quadratmeter verändert.
Und dann kam KI
Wir befinden uns noch in einer relativ frühen Phase der Anwendung von KI innerhalb von Organisationen. Viele Unternehmen experimentieren derzeit mit KI-Assistenten und einzelnen Anwendungen. Es wird erwartet, dass KI zunehmend in bestehende Software, Geschäftsprozesse, Kommunikation, Analysen, Design, Automatisierung und Gebäudetechnologie integriert wird.
Wir treffen bewusst keine bestimmten Vorhersagen darüber, wie viel zusätzlichen Datenverkehr KI genau verursachen wird. Der Effekt hängt stark von der Anwendung ab: Manche KI-Berechnungen finden lokal statt, andere in Rechenzentren oder Cloudumgebungen. Die relevante Entwicklung für die Immobilienbranche ist daher breiter gefasst: Organisationen werden zunehmend abhängig von digitaler Infrastruktur.
Cloud, KI, IoT und vernetzte Geräte machen Konnektivität zunehmend zu einem Bestandteil des Kerngeschäfts. Das ruft eine logische Frage hervor: Wenn sich die digitale Nutzung von Organisationen verändert, müssen wir dann nicht auch besser verstehen, was ein Gebäude digital ermöglichen kann? Wer sich fragt, ob unsere Gebäude für die KI-Revolution gerüstet sind, findet dort den Kern dieser Frage.
IT-Label möchte damit kein Problem schaffen, das es noch nicht gibt. Es geht vielmehr um Bewusstsein in der Anfangsphase der KI-Transformation. Wir müssen nicht warten, bis digitale Kapazität zu einer Einschränkung wird, um darüber nachzudenken.
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IT-Label anfragenVom Datenverbrauch zum Immobilienbedarf
Die Parallele zur Energie ist aufschlussreich. Ein Gebäude kann über eine bestimmte Energieversorgung verfügen, während jeder Nutzer ein anderes Energieprofil hat. Genauso verfügt ein Gebäude über eine bestimmte digitale Infrastruktur, während jeder Mieter ein anderes digitales Nutzungsprofil hat. Wie Energie und IT sich zueinander verhalten, erläutern wir in zwei Grundpfeilern moderner Immobilien.
Deshalb darf ein IT-Label nicht nur mitteilen, was technisch vorhanden ist, sondern muss vor allem verständlich machen, was das für die Nutzung bedeutet. Ein Mieter muss kein Netzwerktechniker werden. Ein Immobilienberater muss nicht alle Spezifikationen zu Glasfaser, Netzwerkarchitektur und Redundanz auswendig kennen.
Die Technik muss in verständliche Informationen übersetzt werden. Genau das ist die Brücke, die das IT-Label bauen möchte zwischen dem, was unter dem Boden und im Verteilerraum geschieht, und dem, was ein Nutzer davon täglich mitbekommt.

Der Zusammenhang mit den IT-Labels
Das IT-Label übersetzt die digitale Qualität eines Gebäudes in sechs Klassifizierungen. Sie reichen von einem vollständig eingerichteten Ökosystem bis zu einem Gebäude, in dem der Nutzer die digitale Einrichtung selbst bestimmt.
- IT1+ PREMIUM: vollständig digitales Ökosystem.
- IT1 HIGH PERFORMANCE: hochwertige digitale Infrastruktur.
- IT2 PLUG & PLAY: starke digitale Basis.
- IT3 READY: Grundversorgung vorhanden.
- IT4 CORE: hauptsächlich digitaler Anschlusspunkt.
- IT5 SHELL: digitale Einrichtung größtenteils dem Nutzer überlassen.
Diese Labels sollen nicht aussagen, dass IT1 gut und IT5 schlecht ist. Ein IT5 SHELL-Gebäude kann für einen Mieter, der volle Freiheit über die eigene IT-Infrastruktur möchte, gerade sehr gut geeignet sein. Eine andere Organisation möchte vielleicht morgen mit hundert Mitarbeitern starten können und sucht gerade deshalb ein hohes digitales Ausstattungsniveau.
Die relevante Frage ist daher nicht, welches Label am höchsten bewertet ist, sondern: Passt das digitale Ausstattungsniveau des Gebäudes zum digitalen Nutzungsprofil des Mieters? Dass ein Gebäude eine hohe Klassifizierung haben kann, während eine Etage bewusst im Rohbauzustand übergeben wird, zeigen wir an diesem Beispiel. Genau darin liegt die Übersetzungsleistung von IT-Label.
Von m² zu verständlicher Sprache
IT-Label möchte nicht, dass Mieter während einer Besichtigung komplizierte technische Tabellen studieren müssen. Im Gegenteil. Hinter dem Label kann eine umfassende technische Prüfung stattfinden, bei der unter anderem Glasfaser, Provider, Kapazität, Redundanz, Mobilfunkabdeckung, Verkabelung, Telekommunikationsräume und Zukunftsfähigkeit betrachtet werden.
Doch nach außen muss die Botschaft einfach bleiben. Was bekomme ich digital geliefert? Was muss ich selbst noch regeln? Und passt das zur Art, wie meine Organisation digital arbeitet? Das ist die Übersetzungsleistung, die das IT-Label zwischen IT, Immobilie und Nutzer erbringt. Mehr über die Messmethode lesen Sie unter was das IT-Label eigentlich prüft.
Wir wissen noch nicht genau, wie schnell KI die digitale Nutzung jeder Organisation verändern wird. Und genau deshalb ist jetzt der Moment, mit Messen, Untersuchen und Bewusstseinsbildung zu beginnen. Vor zwanzig Jahren war das Internet für viele Gebäude vor allem ein Anschluss. Heute ist es geschäftskritische Infrastruktur. Und morgen kann die digitale Kapazität eines Standorts zunehmend Teil der Standortwahl werden.
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IT-Label anfragenStellen Sie schon heute die neue Frage
Wir fragen einen Mieter bereits, wie viele Quadratmeter er benötigt. Vielleicht sollten wir künftig auch fragen: Was ist Ihr digitales Nutzungsprofil? Ein guter erster Schritt ist es, bei der nächsten Suche oder Bewertung die digitale Nutzung der Organisation neben die digitale Qualität des Gebäudes zu legen.
Möchten Sie wissen, was das konkret für Ihr Gebäude oder Ihr Suchprofil bedeutet? Erfahren Sie, wie das IT-Label funktioniert, auf der Seite für Immobilieneigentümer, oder vertiefen Sie sich weiter in die Wissensdatenbank. IT-Label möchte die technische Realität in eine Immobiliensprache übersetzen, die jeder versteht, nicht um Organisationen vor der KI-Revolution zu ängstigen, sondern um Gebäude und Nutzer darauf vorzubereiten. Denn was man nicht misst, kann man nicht verbessern. Und was man nicht sichtbar macht, kann man vorher auch nicht vergleichen. Lassen Sie uns gemeinsam sichtbar machen, was jetzt noch unsichtbar ist.
